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👉 Die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

Scrum ist die beliebteste agile Methode weltweit. Doch wie sieht das im Jahre 2030 aus? Ist Scrum in 10 Jahren noch genauso relevant wie jetzt gerade? Welche Trends werden sich im Scrum Universum herauskristallisieren? Welche anderen Frameworks werden auf uns zukommen und welche verlieren über die Jahre ihre Daseinsberechtigung?
Diesen Fragen widmet sich Agile Heroes Co-Founder Fabian Kaiser in der aktuellen Folge des Agile Heroes Podcast. Um sie allerdings nicht allein zu beantworten, holt er sich ganz besondere Unterstützung aus den eigenen Reihen: Lary Rayher ist langjähriger Scrum Master und Agile Coach und bei den Agile Heroes als Product Owner für das Trainingsprodukt Scrum zuständig.
Zusammen machen sich die beiden Scrum Experten Gedanken zu der Zukunft von Scrum und Agilität im Allgemeinen. Welche Trends lassen sich erkennen?
„Das Framework wird immer leichter“
Ein erster Scrum Trend, den Lars immer stärker wahrnimmt: Das Scrum Framework wird konstant leichter und kompakter. Zuletzt wurde der Scrum Guide im Jahr 2020 aktualisiert und hat dabei wie zuvor um ein paar Seiten abgespeckt. Das bedeutet die beiden Scrum Gründer Jeff Sutherland und Ken Schwaber geben immer weniger Vorgaben an die Scrum Userinnen und User und öffnen das Framework für mehr Interpretationen und Adaptionen.
Diese Entwicklung wird sich dem Anschein nach auch in den kommenden Jahren noch fortsetzen: „Scrum wird sich mehr öffnen und kompatibler mit anderen Methoden werden“, sagt Lars auch im Hinblick auf zahlreiche Skalierungsframeworks, die sich immer mehr in der agilen Welt etablieren.
„Scrum wird sich mehr öffnen und kompatibler mit anderen Methoden werden“
Scrum Trends: Mehr Fokus auf Skalierungen
Eine weitere Entwicklung, die die beiden Agile Heroes erkennen können, ist der erhöhte Fokus auf agile Skalierungen. Denn immer mehr große Firmen und Konzerne erkennen den Wert des Scrum Frameworks und möchten dementsprechend selbst ihre Organisation nach Scrum ordnen und sehr komplexe Projekte danach managen. In diesen Fällen greifen Firmen auf skalierte Frameworks, wie beispielsweise SAFe zurück, denn Scrum selbst ist in seiner Reinform ursprünglich für kleinere Teams gedacht. Gerade deswegen wird der Fokus auf Skalierungen steigen und die bloße Theorie hinter Scrum immer offener, um einfach skalieren zu können.
Scrum muss selbst skalierbarer werden
Selbst das eigene Skalierungsframework Nexus von scrum.org stößt bei hochkomplexen Projekten an seine Grenzen. Das bedeutet für scrum, dass hier nachgelegt werden muss, um auch diese Projekte in den eigenen Reihen zu behalten. Lars vermutet stark, dass von Scrum in dieser Hinsicht auf jeden Fall etwas folgen wird, denn das Potenzial ist da. „Da sollte auf jeden Fall etwas kommen und wenn es die scrum.org nicht machen, dann machen wir das halt“, sagt Lars lachend.
Von vornherein zu skalieren, macht keinen Sinn
Dass Skalierungen wie SAFe Scrum den Rang ablaufen könnten, denkt Lars nicht, „dafür ist SAFe zu komplex“. Außerdem sollten Teams nicht von vornherein an Skalierung denken. Der Scrum Experte rät dazu, Scrum zuerst in seiner Reinform zu verwenden und dann herauszufinden, ob Anpassungen überhaupt sinnvoll sind. Erst wenn die bloße Scrum Theorie probiert wurde, macht es Sinn an Skalierung zu denken.
Mehr Prognosen und Tipps in der neuen Podcast Folge
Wenn Du das vollständige Gespräch über die Zukunft von Scrum und der Agilität kannst Du in der neuen Folge des Agile Heroes Podcast nachhören. Die findest Du auf jeder beliebigen Podcast-Plattform.
💁 Unser Fazit:










