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๐ Die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

Es ist wohl ein Ziel, das sich viele Menschen teilen: Ich mรถchte schneller und somit hรคufiger Produkte rausbringen. Gleichzeitig mรถchte ich aber auch, dass sich das Produkt mit jedem Release verbessert. Man kann nicht alles haben? Naja, ein bisschen schon.
Wir zeigen dir heute eine Mรถglichkeit, wie du deine Produkte sehr wohl โ stets verbessert โ an den Mann und die Frau bringst.
Mehr Releases bringen mehr Feedback
Man kรถnnte natรผrlich auch meinen, viele Produktreleases wรคren gar nicht notwendig und in der Ruhe liege die Kraft, doch tatsรคchlich bergen mehr Releases auch einen groรen Mehrwert. Und zwar das Feedback, das man durch sie erhรคlt und das somit eine Verbesserung des Produktes zur Folge hat. Dies ist eine vรถllig selbstverstรคndliche Vorgehensweise aus dem Bereich der Agilitรคt. Mehr Releases fรผhren zu mehr Feedback fรผhrt zu mehr Optimierung fรผhrt frรผher zu einem besseren Produkt.
Kunden wรผnschen sich Produkte, die auf dem neusten Stand sind
Ein weiterer entscheidender Grund dafรผr, wieso du dein Produkt regelmรครig updaten sollst: Die Kundenanforderungen. Deine Kund:innen wรผnschen sich Produkte, die stets am neusten Stand sind. Ein gutes Beispiel dafรผr ist Tesla: Ein groรes Argument aller Tesla-Liebhaber:innen sind die Updates des Automobilherstellers. Denn Tesla bekommt regelmรครig โ fast alle zwei bis drei Tage โ Updates, wie durch Zauberei und verbessert sich dadurch. So kann dein Auto รผber Nacht schon einmal plรถtzlich ein paar PS zulegen. Wir gewรถhnen uns immer mehr daran, dass unsere Produkte stets auf dem neuesten Stand sind. Daher erwarten wir es auch vom Markt.
Die agile Art und Weise
In der Agilitรคt setzen Anwenderinnen und Anwender auf sogenannte Sprints, beziehungsweise Iterationen. Also zuvor festgelegte Zeitfenster (zwischen einer Woche und einem Monat) in dem stets ein neues Inkrement entsteht. Ein Inkrement ist im Grunde jedes Mal eine neue Version des Produktes. Es beinhaltet also ein oder mehrere neue Features oder Fehlerbehebungen. Die Entwickler:innen erhalten also fรผr einen Sprint gewisse Features, auch genannt User Storys, die das Produkt erhalten soll. Nach spรคtestens vier Wochen entsteht so ein neues Produkt, dass besser ist als das alte.
Wichtig dabei ist, dass es jedes Mal releasefรคhig ist. Dafรผr muss es aber noch lange nicht perfekt sein. Daher ist in der agilen Welt oft die Rede von MVPs, also minimal viable product. Das Produkt muss also โgut genugโ sein. Innerhalb eines Sprints wird dieses Produkt auch schon getestet. Es kann also tatsรคchlich bereits verรถffentlicht werden oder an eine Test-รffentlichkeit gehen. So erhalten die Entwickler:innen Feedback und haben die Mรถglichkeit darauf und auf neue Markt-Anforderungen einzugehen. Das Produkt wird also Schritt fรผr Schritt weiterentwickelt und nicht wie in herkรถmmlichen Prozessen einmal รผber einen lรคngeren Zeitraum hinweg entwickelt und einmalig released. Dabei besteht nรคmlich die Gefahr, dass sich die Anforderungen wรคhrend des Entwicklungsprozesses bereits stark verรคndert haben.
Sind schnellere Produktreleases fehleranfรคlliger?
Wie erwรคhnt arbeiten agile Anwender:innen bei ihrem Vorgehen nicht mit โperfektenโ Produkten, sondern vielmehr mit MVPs. Nach jedem Sprint ist das Produkt, oder die Software, aber auch die Dienstleistung um ein Stรผckchen besser geworden. Dann wird nicht nur das Produkt getestet, sondern auch der Arbeitsprozess des vergangenen Sprints evaluiert. Wie war die Teamarbeit? Wie hat sich das Produkt weiterentwickelt? Was lรคsst sich beim nรคchsten Mal besser machen?
So verbessert sich nicht nur das Produkt, sondern auch die Arbeit daran und das Miteinander im Team. Durch die regelmรครigen Feedbackschleifen und die hรคufigeren Kontrollen werden mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr Fehler gefunden. Das bedeutet aber keineswegs, dass das Produkt auf diese Weise fehleranfรคlliger ist. Es wird nur einfacher, diese Fehler zu finden. Und das ist im agilen Arbeiten auch gewรผnscht, denn nur so kann das Produkt nach und nach besser und weiterentwickelt werden.
Schnellere Produktreleases: Die Vorteile von erhรถhtem Output
Der erhรถhte Output und das regelmรครige Releasen von Updates, beziehungsweise von neuen verbesserten Produkten zieht auch einige Vorteile mit sich, die nicht zu verachten sind.
- Kundenzufriedenheit
- Bereitschaft mehr zu bezahlen
- First-Mover-Prinzip (= Treue Kund:innen)
Kundenzufriedenheit
Wenn Kund:innen spรคtestens alle vier Wochen ein verbessertes oder gar neues Produkt erhalten oder erwerben kรถnnen, werden sie auf lange Sicht zufriedener sein, da sie sich weniger mit Bugs oder anderen kleinen Fehlern auseinandersetzen mรผssen. Besonders wenn ein Fehler behoben wird, auf den sie aufmerksam gemacht haben steigt die Zufriedenheit selbstverstรคndlich enorm.
Bereitschaft zu zahlen
Wer damit rechnen kann, regelmรครig Verbesserungen an seinem Produkt zu erhalten, ist auch bereit fรผr diese zu bezahlen. Besonders die Regelmรครigkeit und die Verlรคsslichkeit dieser Optimierungen tragen dazu bei, dass Kund:innen gerne mehr dafรผr zahlen.
First-Mover-Prinzip
Das First-Mover-Prinzip kennt man beispielsweise von Apple. Hierbei geht es darum, dass Unternehmen die ersten sind, also die First Mover, die eine Innovation auf den Markt bringen. Egal ob es sich hier um physische Produkte oder Dienstleistungen handelt. Diese innovativen Ideen verschaffen den Unternehmen meist einen erheblichen Wettbewerbsvorteil mit dem sie sich von ihrer Konkurrenz unterscheiden kรถnnen. Diese innovativen First-Mover Produkte und Dienstleistungen entstehen viel eher durch die stรคndige Weiterentwicklung und Erfahrung, die der agile Prozess ermรถglicht.
Fazit: Schnellere Produktreleases
Es dรผrfte klar sein, dass Schnelligkeit nie der wichtigste Faktor sein sollte, auf den man hinarbeitet. Davor ist es ratsamer, mehr Wert auf Qualitรคt und Effizienz zu legen. Sich nur fรผr agiles Arbeiten zu entscheiden, um letztlich schneller zu arbeiten wird also nicht empfohlen. Diese Entscheidung sollte vielmehr auf dem Wunsch nach mehr Effizienz und Flexibilitรคt basieren.
Doch verstรคndlicherweise ist auch das Tempo entscheidend fรผr den Erfolg eines Produktes oder einer Dienstleistung. Dieses erhรถhen wir, ganz nach dem agile Mindset Schritt fรผr Schritt โ oder Sprint fรผr Sprint. Durch die Arbeit mit minimal viable products und der agilen Denkweise fรคllt auch der Anspruch des Teams weg, das Produkt mรผsse nach jedem Sprint perfekt sein. Vielmehr hofft man auf Fehler, die bemerkt und dadurch verbessert werden kรถnnen.
Die Arbeit und die Art zu Arbeiten verรคndern sich also von Grund auf. Doch genau das ist notwendig, um die gewรผnschten Verbesserungen und positiven Entwicklungen zu erzielen.
Mehr zu agilem Arbeiten auf YouTube
Agiles Arbeiten und seine vielen Vorteile hat noch viel mehr zu bieten, als โnurโ schnellere Produktreleases. Auf dem Agile Heroes YouTube Kanal findest du noch viel mehr agilen Content. So baust du dir Schritt fรผr Schritt dein agiles Wissen auf. Auรerdem warten auf dem Kanal spannende Interviews und Webinar-Aufzeichnungen auf dich. Also nichts wie los!
๐ Unser Fazit:










