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So startest du dein Scrum-Projekt in Jira: Der einfache Einstieg

5 Min. Lesezeit

👉 Die wichtigsten Fakten zusammengefasst:

  • Jira ist ein Projektmanagement-Tool von Atlassian, das speziell für agile Methoden wie Scrum entwickelt wurde und Teams bei der Visualisierung, Planung und Nachverfolgung ihrer Aufgaben unterstützt.
  • Mit Jira können Teams ein Product Backlog aufbauen, User Storys und Aufgaben priorisieren und Sprints effizient planen und verfolgen.
  • Jira bietet Kanban-Boards, Sprint-Reports und visuelle Tools wie das Burn-Down-Chart, um den Fortschritt transparent darzustellen und die Teamkommunikation zu fördern.
  • Jira unterstützt Scrum-Events wie das Sprint-Review und die Retrospektive und bietet Analyse-Tools, die Teams helfen, aus abgeschlossenen Sprints zu lernen und kontinuierlich zu verbessern.

Was ist Jira?

Bevor wir loslegen, klären wir kurz, was Jira überhaupt ist. Jira ist ein Tool, das von Atlassian entwickelt wurde, um Teams bei der Planung, Verfolgung und Verwaltung von Projekten zu unterstützen. Es wird oft für Software-Entwicklungsprojekte genutzt, eignet sich aber auch für andere Arten von Projekten und Prozesse. Besonders hilfreich ist Jira, wenn du mit agilen Methoden wie Scrum arbeitest, denn das Tool bietet eine Menge Funktionen, die speziell für agiles Projektmanagement ausgelegt sind.

Was ist Scrum?

Scrum ist ein agiles Framework, das dir und deinem Team hilft, komplexe Projekte in überschaubare Abschnitte zu unterteilen. In Scrum arbeitet ihr in sogenannten Sprints – kurzen, festgelegten Zeiträumen (meist zwei Wochen), in denen ihr euch auf eine bestimmte Menge an Aufgaben konzentriert. Am Ende jedes Sprints gibt es eine Überprüfung des Fortschritts, was bedeutet, dass ihr ständig Feedback bekommt und gegebenenfalls Anpassungen vornehmen könnt. Scrum setzt auf regelmäßige Kommunikation und Selbstorganisation, sodass ihr gemeinsam und flexibel auf die Anforderungen des Projekts reagieren könnt.

Wie starte ich ein Scrum Projekt in Jira?

Schritt 1: Ein neues Projekt in Jira erstellen

Um mit einem Scrum-Projekt in Jira zu starten, erstellst du zunächst ein neues Projekt. Hier ist, wie du das machst:

  • Logge dich in Jira ein und wähle im Dashboard den Button „Projekt erstellen“.
  • Wähle im nächsten Schritt „Scrum“ als Projekttyp aus. Jira bietet dir auch die Möglichkeit, zwischen einem leeren Projekt oder einer Vorlage zu wählen. Wenn du ganz neu bist, ist die Vorlage für Scrum-Projekte hilfreich, da sie grundlegende Scrum-Elemente wie Backlog, Sprintplanung und Burndown-Diagramme enthält.
  • Gib deinem Projekt einen Namen und füge eventuell eine Schlüsselkennung hinzu – das ist ein Kürzel, das Jira automatisch zu allen Aufgaben hinzufügt, damit sie leicht identifizierbar sind.
  • Klicke auf „Erstellen“, und schon ist dein Projekt bereit.

Schritt 2: Das Backlog aufbauen

Nachdem dein Projekt erstellt ist, geht es an die erste Phase im Scrum-Prozess: den Aufbau des Backlogs. Das Backlog ist eine Liste aller Aufgaben (auch „User Stories“ oder „Tickets“ genannt), die dein Team in den kommenden Sprints erledigen soll. Überlege dir die wichtigsten Aufgaben und Prioritäten und erstelle ein neues Ticket für jede Aufgabe im Backlog.
In Jira kannst du das Backlog ganz einfach füllen:

  • Klicke im Menü auf „Backlog“.
  • Wähle die Schaltfläche „Aufgabe erstellen“ und gib die nötigen Details ein. Die User Story sollte klar beschreiben, was das Ziel der Aufgabe ist und welchen Nutzen sie bringt. Nutze Felder wie „Beschreibung“, „Akzeptanzkriterien“ und „Priorität“, um so viel Information wie möglich für das Team bereitzustellen.

Schritt 3: Aufgaben priorisieren

Nicht jede Aufgabe ist gleich wichtig. Die Scrum-Prinzipien legen fest, dass das Team priorisiert arbeitet, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. In Jira kannst du die Aufgaben im Backlog ganz einfach per Drag-and-Drop in die gewünschte Reihenfolge bringen. Ordne die wichtigsten Aufgaben oben an – diese werden im nächsten Sprint als erstes angegangen.

Schritt 4: Sprint-Planung

Sobald du die wichtigsten Aufgaben priorisiert hast, geht es an die Planung deines ersten Sprints. In Jira sieht das so aus:

  • Klicke auf „Sprint erstellen“ in deinem Backlog. Ein Sprint hat in der Regel eine Dauer von zwei bis vier Wochen, je nach Präferenz und Projektdynamik.
  • Ziehe die Aufgaben, die in diesem Sprint erledigt werden sollen, in das Sprint-Feld.
  • Definiere eine klare Sprint-Zielsetzung. Dies hilft deinem Team, den Fokus zu behalten und ein gemeinsames Verständnis für den Sprint zu entwickeln.
  • Klicke auf „Sprint starten“ und schon geht es los! Alle im Sprint enthaltenen Aufgaben werden automatisch ins Kanban-Board übertragen, wo ihr die Fortschritte sehen könnt.

Schritt 5: Tägliche Stand-up-Meetings abhalten

Ein wichtiger Bestandteil von Scrum sind die täglichen Stand-ups, in denen das Team zusammenkommt und kurz bespricht, was gestern geschafft wurde, was heute ansteht und ob es Hindernisse gibt. Jira ist zwar kein Meeting-Tool, kann aber durch das Kanban-Board und die Fortschrittsanzeige im Sprintbereich als Unterstützung für das Stand-up-Meeting dienen. Schaut euch gemeinsam an, welche Aufgaben in Bearbeitung sind und wo es eventuell stockt.

Schritt 6: Sprint-Review und Retrospektive

Am Ende des Sprints finden zwei wichtige Meetings statt: das Sprint-Review und die Retrospektive.

  • Sprint-Review: Hier zeigt das Team, was es im Sprint erreicht hat. In Jira kannst du alle abgeschlossenen Aufgaben durchgehen und dem Team zeigen, was geschafft wurde. Nutze dazu das Kanban-Board und die Aufgabenliste.
  • Retrospektive: Dieses Meeting ist eine Reflexion des Teams darüber, was gut lief und was verbessert werden kann. Jira hilft dir, indem es Berichte wie das Burndown-Diagramm oder das Velocity-Chart anbietet, um die Leistung des Teams visuell zu analysieren.

Schritt 7: Nächsten Sprint vorbereiten

Nach dem Sprint ist vor dem Sprint! Schaut euch das Backlog an und priorisiert neu, welche Aufgaben im nächsten Sprint angegangen werden. Dann geht der Prozess wieder von vorne los.

Wie Jira Scrum-Projekte unterstützt

Jira ist für Scrum-Teams eine enorme Unterstützung, weil es speziell für die Anforderungen agiler Teams entwickelt wurde. Hier sind einige der wichtigsten Vorteile:

  • Transparenz: Alle Aufgaben, Fortschritte und Hindernisse sind für das gesamte Team sichtbar. Jeder kann jederzeit sehen, was bereits geschafft wurde und was noch ansteht.
  • Planungstools: Funktionen wie das Backlog, das Sprint-Board und die Berichte erleichtern die Planung und Nachverfolgung enorm.
  • Berichte und Analysen: Jira bietet eine Vielzahl von Berichten wie Burndown-Diagramme und Velocity-Charts, die dir dabei helfen, die Produktivität des Teams zu verfolgen und zu analysieren.
  • Flexibilität: Jira ist nicht nur für Software-Entwicklung geeignet. Du kannst es für viele andere Projektarten anpassen und sowohl kleine als auch große Projekte effizient managen.
  • Integrierte Kommunikation: Durch die Kommentarfunktion in jedem Ticket und die @-Erwähnungen könnt ihr aufgabenbezogen kommunizieren und sicherstellen, dass keine Informationen verloren gehen.

Fazit

Ein Scrum-Projekt in Jira zu starten, ist gar nicht so kompliziert, wie es auf den ersten Blick scheint. Das Tool ist speziell für agile Teams gemacht und bietet alle Funktionen, die du brauchst, um dich auf das Wesentliche zu konzentrieren: die kontinuierliche Verbesserung deines Teams und die schnelle Lieferung von Ergebnissen. Von der Backlog-Erstellung über die Sprint-Planung bis hin zu den Berichten – Jira hilft dir, dein Scrum-Projekt strukturiert und effizient zu gestalten.

💁 Unser Fazit:

👆 FAQ - Häufig gestellte Fragen

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✍️ Über den Autor

Deborah Röttger

Scrum Master & Agile Coach

Deborah ist Consultant und Trainerin bei den Agile Heroes und unterstützt als Scrum Master und Agile Coach ihre Kunden in spannenden Projekten und führt agile Trainings durch.

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