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👉 Die wichtigsten Fakten zusammengefasst:
- Das Scrum Inkrement ist ein potenziell auslieferbares Produkt, das am Ende eines Sprints entsteht und kontinuierlich verbessert wird.
- Die "Definition of Done" bestimmt, wann ein Inkrement als fertig gilt, wobei der Fokus auf Einsatzfähigkeit und Kundentauglichkeit liegt.
- Der Product Owner hat die Entscheidungsgewalt über die Veröffentlichung des Inkrements, basierend auf dessen Wert und Reife.
- Inkremente sind kumulativ und tragen dazu bei, das Gesamtprodukt schrittweise zu entwickeln und zu verfeinern.

Was ist eigentlich das sogenannte Scrum Inkrement, das als eines der drei Scrum Artefakte eine so essenzielle Rolle im Framework spielt? Das sehen wir uns in diesem Agile Heroes Artikel mal genauer an.
Das Inkrement ist ein potenziell auslieferbares Produkt, das am Ende eines Sprint nach der vorgeschriebenen „Definition of Done“ entstanden ist. Es ist neben dem Sprint Backlog und dem Product Backlog das dritte der drei Artefakte in einem Scrum Projekt. Das Inkrement ist „potentially releasable“. Sinn der Scrum Methode ist es also, nach jedem Sprint ein solch potenziell auslieferbares Produkt zu entwickeln. Das müssen die Entwickler sowie der Product Owner bei ihrer Auswahl für Product- und Sprint Backlog immer stets beachten.
Das Wort „Inkrement“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „Zuwachs“ oder „vergrößern“. Dies zielt bereits auf das Merkmal ab, dass die einzelnen Inkremente aufeinander aufbauen und das Endprodukt, dadurch von Sprint zu Sprint wächst und sich „vergrößert“.
Was ist das Ziel des Inkrements?
Das Ziel bzw der Hintergrund eines Inkrements ist es nicht, tatsächlich nach jedem Sprint „ausgeliefert“ zu werden. Deshalb nur potentially releasable. Es soll aber getestet werden, um herauszufinden,
wie es beim Kunden ankommt und ob man es sogar schon veröffentlichen könnte.
Das Inkrement wird oft auch Produktinkrement genannt. Es umfasst alle Items aus dem Product Backlog, die im Rahmen der vergangenen Sprints umgesetzt wurden. Zudem beinhaltet es den Wert aller Inkremente, die in den vorherigen Sprints umgesetzt wurden.
Es ist also quasi immer das aktuelle Produkt in seinem letzten Release-Zustand. Es stellt einen wichtigen Bestandteil und Anteil zur Erreichung des Projektziels oder der Produktvision dar. Im Falle unerwarteter Hindernisse, oder eines Abbruchs des Projektes kann dadurch immer ein mehr oder weniger „fertiges“ Produkt präsentiert werden. Auf diese Weise geht getane Arbeit in einem solchen Fall nicht einfach „verloren“ und es kann immer noch potenziell Gewinn mit dem (Teil-)Produkt gemacht werden.
Wer ist für das Inkrement zuständig?
Das Entwicklungsteam ist für die Erstellung eines übergabefähigen Inkrements zum Ende jedes Sprints verantwortlich. Nach dessen Fertigstellung ist das Inkrement an den Product Owner zu übergeben. Der Product Owner muss entscheiden, ob er das Inkrement releasen, beziehungsweise in Betrieb nehmen möchte. Er kann das Produkt zwar abnehmen, hat aber trotzdem die Möglichkeit, zu entscheiden, dass er es nicht veröffentlichen möchte.
Side Note: Der Product Owner ist immer für die Wertmaximierung und den Erfolg des Produktes zuständig. Deshalb ist auch er der letzte Schritt, bevor ein Produkt oder Inkrement an Stakeholder weitergegeben wird.
Wie kommt das Inkrement im SCRUM Prozess zur Anwendung?
Am Ende eines jeden Sprints übergibt das Entwicklungsteam seine Arbeit in Form des auslieferbaren Inkrements an den Product Owner. Wichtig ist hier, dass es einerseits der „Definition of Done“ des SCRUM Teams entspricht und auch in einem potenziell auslieferbaren Zustand ist. Diese Überprüfung sollte bei einem gut eingespielten SCRUM-Team nicht erst bei Übergabe des Inkrements an den Product Owner erfolgen, sondern schon im Rahmen des Sprints durchgeführt werden. Das Inkrement muss grundsätzlich bereit sein in Betrieb genommen zu werden, unabhängig davon, ob der Product Owner es hierfür geeignet hält.
Die einzelnen Inkremente bauen aufeinander auf. Dies beruht auf der empirischen Prozesssteuerung. In jedem Sprint werden Erfahrungen gesammelt und Inkremente entwickelt, aus denen man für den kommenden Sprint Verbesserungsmöglichkeiten ziehen kann.
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💁 Unser Fazit:
Das Scrum Inkrement, eines der drei Artefakte im Scrum-Framework, ist ein potenziell auslieferbares Produkt, das am Ende eines jeden Sprints gemäß der "Definition of Done" entsteht. Es repräsentiert das aktuelle Produkt in seinem neuesten Zustand und beinhaltet den Wert aller bisherigen Inkremente. Ziel ist es nicht notwendigerweise, das Inkrement nach jedem Sprint zu veröffentlichen, sondern seine Einsatzfähigkeit und Kundentauglichkeit zu testen. Die Entwickler sind für die Erstellung des Inkrements verantwortlich, während der Product Owner über dessen Veröffentlichung entscheidet. Inkremente bauen aufeinander auf und ermöglichen kontinuierliche Verbesserungen und Anpassungen.

👆 FAQ - Häufig gestellte Fragen
"Potenziell auslieferbar" bedeutet, dass das Inkrement am Ende eines Sprints fertig und getestet ist, um herauszufinden, ob es für den Kunden geeignet ist und veröffentlicht werden könnte.
Ein Inkrement in Scrum ist ein potenziell auslieferbares Produkt, das am Ende jedes Sprints erstellt wird, wobei jedes Inkrement auf dem vorherigen aufbaut.
Der Product Owner ist dafür verantwortlich, zu entscheiden, ob ein Scrum Inkrement veröffentlicht wird, basierend auf seiner Beurteilung des Werts und der Reife des Produkts.









